Geschichte

Die Geburtsstunde des TSV Krankenhagen liegt im Jahre 1913, kurz vor Ausbruch des 1.Weltkrieges. Dies wird dokumentiert durch die Unterschriften des Turnwartes Bodenstedt sowie des Bürgermeisters Wecke im Dezember 1913 unter die 1. Satzung des Vereins, der sich damals noch Turn- und Spielverein nannte.

Die Mitgliedschaft war nur Männern vorbehalten aber auch erst dann, wenn sie das 16. Lebensjahr vollendet hatten. Turnen war die einzige Sportart, die betrieben wurde. 1947 wurde dann erstmals beim TSV Fußball gespielt und zwar in Silixen gegen die dortige 2. Mannschaft. Die ersten Spiele in Krankenhagen wurden auf einer Wiese des Bauern Kettelhake in Uchtdorf ausgetragen. Aber schon zu dieser Zeit begannen die Aktiven in Eigenarbeit mit der Errichtung eines Fußballplatzes auf dem Knickbrink, wo der TSV auch heute noch zu Hause ist.

Mit der Einweihung des Sportheimes im Jahre 1966 erhielten die Fußballer erstmals Umkleideräume und sanitäre Anlagen.

Von 1991 bis 1993 wurde der jetzige Sportplatz für 500 000 DM vergrößert und saniert.

Auch das Turnen wurde nach dem zweiten Weltkrieg wieder aufgenommen. Als Sportstätte diente hier der Saal des Gasthauses Kuhlmann. Kurze Zeit später wurde das Turnen allerdings wieder eingestellt.

Erst 1973 trafen sich wieder einige Frauen regelmäßig zu gymnastischen Turnübungen. Zählte der Verein im Jahre 1972 nur 79 Mitglieder, so stieg zum Jahresende 1973 die Mitgliederzahl rasant auf 203 an. Ihm gehörten erstmals in seiner Geschichte 65 Frauen an. Auch mit dem Kinderturnen wurde kurz darauf begonnen. Als 1977 erstmals ein Laternenumzug stattfand, nahmen 120 Kinder daran teil.

Für einen weiteren Aufschwung im Verein sorgte 1984 die Nutzung der neu erbauten Schulturnhalle.

Nach dem Bau der Schulturnhalle etablierte sich 1985 auch eine Volleyballsparte im TSV. In einer Hobbyrunde spielten hier eine Herren-, eine Damen- und eine Mixed Mannschaft. Heute wird die rund um die Uhr genutzt. Die Hallenzeiten in Krankenhagen reichen bei weitem nicht aus, um die Angebote des Vereins unterzubringen. Aus diesem Grund müssen wir in andere Ortsteile und die Kernstadt ausweichen.

Der TSV ist seit 2002 im Gesundheitssport engagiert und bietet Kinder und Jugendlichen, sowie Erwachsenen die Möglichkeit beim Reha- und Präventionssport von qualifizierten Übungsleiterinnen besonders betreut zu werden. 23 Angebote sind mit dem Qualitätssiegel qualifiziert und können mit Krankenkassen abgerechnet werden. Rund 200 Menschen nutzen jede Woche die Angebote im Gesundheitssport.

Im März 2014 wurden die Räume des Sportheimes am Thingplatzweg saniert und erweitert. Der geplante Ausbau des Dachgeschosses mit einem Gemeinschaftsraum konnte bis jetzt noch nicht realisiert werden. Seit 2018  nutzen wir einen Schulungs- und Versammlungsraum in Exten in der Schaumburger Straße. Dort finden auch Angebote in Kleingruppen statt.

Unsere Angebote finden inzwischen in der ganzen Stadt statt. Mit 600 Mitgliedern ist der Verein 2019 der zweitgrößte Verein in Rinteln. Der Verein kooperiert mit der VT Rinteln, dem TSV Steinbergen, Schwalbe Möllenbeck und dem TSV Exten. Mit den Sparten Fußball, Turnen, Cheerleading, Gesundheitssport, Kempo Karate, Boule, Radsport und Dart ist der Verein sehr vielseitig aufgestellt. Besondere Angebote für Familien wie zum Beispiel das “Familienturnen” locken jede Woche über 50 Teilnehmer in die Turnhalle.

2019 wurde die Selbstverwaltung der Sparten eingeführt, ein Anreiz für sportliche Interessensgruppen organisiert und versichert gemeinsam Sport zu treiben und eine Chance für neue Sportarten Räumlichkeiten, Hallen und Sportplätze nutzen zu können.


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